Maximal 50 Kubikzentimeter und zwei Räder – damit ist bereits festgelegt, welche Fahrzeuge beim Fünf-Stunden-Rennen starten dürfen. Im vergangenen Jahr ging es Euerdorf noch über zehn Stunden, in den Jahren davor sogar über volle 24, an der Schwarzen Pfütze nur noch über fünf – aber die hatten es bei der ersten Auflage im neuen Gewand in sich.
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Team Chaos, Eifelelend, Yabadabadoo-Racing oder Spessart-Räuber – klingt nicht gerade nach professionellem Rennsport. Ist es auch nicht, wenngleich in der Boxengasse einiges an Technik aufgeboten wird und Fahrer und Schrauber konzentriert bei der Sache sind. Ein Blick ins Reglement gibt Aufklärung: „Es dürfen alle 50er teilnehmen, auch Roller und Mofas.“ Um genügend Leistung aus den kleinen Motoren herauszukitzeln, ist dem Einfallsreichtum kaum eine Schranke gesetzt, bis auf folgende: „Das Fahrzeug muss schallgedämpft sein und darf maximal 98 Dezibel laut sein. Sollten im Laufe des Rennens diese 98 überschritten werden, muss sofort die Box angefahren werden.“ Funktionierende Bremsen sind vorgeschrieben, auch das Mindestalter der Fahrer mit 16 Jahren.
Da die Veranstalter des legendären 24-Stunden-Rennens in Euerdorf keine Genehmigung mehr erhielten, führte der Weg zum MMC Schweinfurt, der an der Schwarzen Pfütze eine gern genutzte Moto-Cross-Strecke unterhält. Vereinschef Horst Gock: „Da haben wir gerne geholfen und uns auf ein Fünf-Stunden-Rennen geeinigt.“ Allerdings nicht auf der eigentlichen Strecke, abgesteckt wurde ein entschärfter Kurs – aus gutem Grund: „In Euerdorf sind die Jungs auf Feldwegen und über Wiesen gefahren, da ist unsere Strecke wesentlich anspruchsvoller – für Fahrer und Maschine.“ Und das wurde schnell deutlich, bereits nach knapp einer Stunde mussten die ersten Fahrer mit gebrochenen Fahrwerksschwingen aufgeben.
Dennoch machte es allen Teilnehmern richtig Spaß. Nach den ersten Runden wurden vor allem die Schnelleren (immerhin fuhren da auch 25-ccm-Mofas im Feld) mutiger und riskierten auf der Schanze weite Sprünge. Stürze gab es wenige, und die erforderten kein Eingreifen der bereitstehenden Sanitäter. Und zum Glück wehte eine steife Brise über das knochentrockene Gelände, die den reichlich aufgewirbelten Staub verteilte und immer wieder für klare Sicht sorgte.
Auf dem Treppchen ganz oben stand mit 121 gefahrenen Runden das TMNG-Team (MMC-Fahrer Daniel Borst mit Partner Florian Welzenbach), auf Platz drei kam mit 115 Runden das Team MSC-Racer Euerdorf mit Thorsten Klengel und Volker Witzel (MMC Schweinfurt).